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Traumatisierte Flüchtlingsfrauen

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen - 08000 116 016

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Beratung und Unterstützung von Gewalt betroffenen traumatisierten Flüchtlingsfrauen

 

Das Land Nordrhein-Westfalen ergreift vielfältige Maßnahmen um die Aufnahme, Integration und soziale Betreuung der neu zugewanderten Flüchtlinge zu verbessern.

 

Bei den verschiedenen Hilfeangeboten der sozialen Betreuung und Beratung stehen auch besonders schützenswerte Zielgruppen im Fokus. Eine dieser Zielgruppen sind traumatisierte Flüchtlingsfrauen. Sie sind häufig durch Partnergewalt, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung oder geschlechtsspezifische Verfolgung traumatisiert.

 

Der Landtag hat die besondere Lage von traumatisierten Flüchtlingsfrauen gewürdigt und mit dem Haushalt 2015 erstmals zusätzliche Haushaltsmittel speziell für diese Zielgruppe bewilligt. Die Mittel sind für die Beratung und Unterstützung der von Gewalt betroffenen traumatisierten weiblichen Flüchtlinge bestimmt.

 

Das Anfang 2015 aufgelegte Förderprogramm soll auch 2017 fortgesetzt werden.

Damit die Förderung möglichst frühzeitig beginnen kann, wird bereits jetzt, vorbehaltlich der entsprechenden Haushaltsverabschiedung durch den Landtag, das Förderprogramm bekannt gemacht.

Das Förderprogramm beinhaltet:

  • Sensibilisierung und Schulung von Personen, die im professionellen Kontext mit Flüchtlingsfrauen befasst sind
  • Sensibilisierung und Schulung von Ehrenamtlichen und Supervision
  • Niedrigschwellige Begleitung und Betreuung von traumatisierten Flüchtlingsfrauen

 

Für die Durchführung dieser Maßnahmen kommt die örtliche, fachlich geeignete Beratungs- und Hilfestruktur in Betracht. Die Fördermodalitäten und das Antragsverfahren sind in einem Förderkonzept dargestellt.

Zu den Möglichkeiten der Einschaltung des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ (0800 116 016) finden Sie hier ein Infoblatt.

Fördergrundsätze 2017

Antragsformular 2017

  

  

App „RefuShe“ für geflüchtete Frauen


App Refushe

  

Mit einer in Deutschland einzigartigen App verstärkt Nordrhein-Westfalen sein Engagement für geflüchtete Frauen. „RefuShe“ bietet Frauen, die in ihren Herkunftsländern und auf der Flucht oft Gewalt erfahren haben, Informationen über ihre grundlegenden Rechte wie Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit sowie über Hilfeeinrichtungen und Notfallnummern. Die App soll das Ankommen in Nordrhein-Westfalen erleichtern, die Frauen unterstützen und ihnen ein Bewusstsein dafür vermitteln, dass sie hier frei und gleichberechtigt leben können.

Die Informationen sind leicht verständlich in Texten, Bildern und Videos dargestellt. Eine Navigationsfunktion führt die Nutzerinnen zu Beratungsstellen.

„RefuShe“ ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch und Paschtu verfügbar.

Die App bietet geflüchteten Frauen schnelle Hilfe in Notfallsituationen, so dass die Anwendung auch präventiv dazu beitragen kann, Betroffene vor erneuten Übergriffen und damit vor Retraumatisierungen zu schützen.

„RefuShe“ kann kostenlos für Android-Smartphones im Google Play Store heruntergeladen werden.



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