Inhaltsbereich

Navigationsbild zu Presse

Videos

Projektvideos der Preisträger des Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2012

Einleitendes Videostatement von Gesundheitsministerin Barbara Steffens

Sie benötigen Javascript und Flash, um das Video zu sehen.
Ohne Javascript bzw. Flash Plugin können Sie den nebenstehenden Link zum Herunterladen des Videos benutzen.

1. Preis: Das deutsch-niederländische Projekt "EurSafety Health-net - Euregionales Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz

Sie benötigen Javascript und Flash, um das Video zu sehen.
Ohne Javascript bzw. Flash Plugin können Sie den nebenstehenden Link zum Herunterladen des Videos benutzen.

Video vergrößern

Video herunterladen (MP4, 95,60 MB)

Videotranskription einblenden Videotranskription ausblenden

Videotranskription:

 

Gesundheitspreis 2012 - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

1. Preis: EurSafety Health-net

 

Bald ist die Leidenszeit vorbei. Im Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz werden die Ärzte Edith Schulteis an der Schulter operieren. In ihrer Heimat hätte die Niederländerin noch Monate lang auf den Eingriff warten müssen. Jetzt aber sind deutsche Kliniken in der Grenzregion – der sogenannten Euregio – eine Alternative für eine rasche Behandlung.

 

[Statement]

Bis vor einigen Jahren war es so, dass niederländischen Patienten regelrecht abgeraten wurde in einem deutschen Krankenhaus sich versorgen zu lassen. Das lag daran, dass auf deutscher Seite die Infektionsrate bis zu 30 mal höher war in Bezug auf multiresistente Erreger wie MRSA. Im Rahmen des EurSafetyHealth-net wird dafür gesorgt, dass die Rate auf der deutschen Seite, die Infektionsrate, auf niederländisches Niveau gesenkt wird.

[Prof. Dr. med. Alexander W. Friedrich, Projektleiter EurSafety Health-net, Universitair Medisch Centrum Groningen]

 

Auch deutsche Patientinnen und Patienten aus der Euregio können sich nun einfacher in niederländischen Kliniken behandeln lassen. Das Risiko, dass sie MRSA einschleppen, ist geringer geworden. Damit ist das EurSafety Health-Net eines der erfolgreichsten Gesundheitsprojekte in Europa. 

In der Euregio sind fünf regionale Netzwerke entstanden:

  • Ems-Dollart
  • Gronau-Enschede
  • Rhein-Waal
  • Rhein-Maas-Nord
  • Maas-Rhein.

Grenzüberschreitend arbeiten die Akteure an einem wirksamen Schutz vor Infektionen insbesondere durch antibiotika-resistene Erreger:

  • Krankenhäuser und ambulanten Praxen,
  • Alten- und Pflegeheime,
  • Gesundheitsämter und
  • Mikrobiologische Labors

 

[Statement]

Die Patienten – bis sie MRSA-frei werden – das dauert manchmal Wochen, manchmal Monate. Und in der Zeit werden sie weiterverlegt in ein anderes Krankenhaus, in ein Pflegeheim oder in eine Arztpraxis. So dass man letztendlich das „Search and Follow“-Prinzip verfolgen muss, dass man die Patienten weiter begleitet auf ihrem Weg durch das Gesundheitswesen, sektorenübergreifend zusammen arbeit, um bei den Patienten den MRSA weg zu bekommen und auch eine MRSA-Infektion zu verhindern.

[Prof. Dr. med. Alexander W. Friedrich, Projektleiter EurSafety Health-net, Universitair Medisch Centrum Groningen]

 

Den Netzwerkpartnern stellt das EurSafety Health-net klare und verständliche Richtlinien für den hygienischen Umgang mit Keimträgern und für ihre Behandlung zur Verfügung. Und im Internet oder per Smartphone-App können sich Ärztinnen und Ärzte über den gezielten Einsatz von Antibiotika informieren. Mit diesem Antibiotika-Stewardship sollen immer neue Resistenzen vermieden werden.

 

[Statement]

Wir konnten die Rate von MRSA-Infektionen an allen Staphylokokkus Aureus-Infektionen deutlich senken – und zwar signifikant von etwa 25 auf zehn Prozent, was gegen den internationalen und auch deutschlandweiten Trend ist, wo tendenziell zunehmende Infektionsraten zu verzeichnen sind.

[PD Dr. med. Alexander Mellmann, Projektkoordinator MRSA-net, Universitätsklinikum Münster]

 

Referenzlabore der Unikliniken Münster und Groningen leisten wertvolle Arbeit bei der Typisierung antibiotika-resistenter Keime. MRSA standen lange im Fokus. Jetzt testen die Krankenhäuser im EurSafety Health-net auch auf andere Erreger: ESBL-Bakterien zum Beispiel, die mit Enzymen die Wirkstoffe von Antibiotika ausschalten.

13 Millionen Menschen in den Regionen entlang der deutsch-niederländischen Grenze profitieren vom EurSafety Health-net unmittelbar: nicht nur von einem Mehr an Patientensicherheit. Das EurSafety Health-net leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilität zwischen beiden Ländern im Gesundheitswesen, ist also ein wichtiger Baustein für ein gemeinsames Europa.

 

[Abspann]

Ein Film im Rahmen der Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

Im Auftrag vom

Ministerium für Gesundheit,

Emanzipation, Pflege und Alter

des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Produktion:

filmzeit medien gmbh, Bielefeld

Produktionsleitung: Theo Knepper

Kamera: Marek Lück

Schnitt: Oliver Drüke

Marek Lück

 

Redaktion:

Dr. Regine Kämmerer

Jürgen Schiffer

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,

Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

© MGEPA NRW, Düsseldorf 2012

Gesundheitspreis - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2012

www.gesundheitspreis.nrw.de

2. Preis: Das Projekt des Evangelischen Krankenhauses Mülheim "Effizientes Bündel von Präventionsmaßnahmen bei hoher MRSA-Inzidenz in einem Akutkrankenhaus"

Sie benötigen Javascript und Flash, um das Video zu sehen.
Ohne Javascript bzw. Flash Plugin können Sie den nebenstehenden Link zum Herunterladen des Videos benutzen.

Video vergrößern

Video herunterladen (MP4, 90,46 MB)

Videotranskription einblenden Videotranskription ausblenden

Videotranskription:

 

Gesundheitspreis 2012 - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

2. Preis: Effizientes Bündel von Präventionsmaßnahmen  bei hoher MRSA-Inzidenz in einem Akutkrankenhaus Evangelisches Krankenhaus Mülheim

 

Helga Meyer staunt nicht schlecht, als die Pflegerin in der Notaufnahme sie zum Nasenabstrich bittet. Eben ist sie mit Kreislaufproblemen ins Evangelische Krankenhaus Mülheim eingeliefert worden. Sie muss über Nacht da bleiben.

Sofort untersuchen Labormediziner die Keimprobe aus der Nase. Sie wollen feststellen, ob die neue Patientin multiresistente Staphylokokken mitbringt, das sind Erreger, bei denen kaum noch Antibiotika wirken. Die gefährlichen Bakterien sind auch ein Infektionsrisiko für andere. Bis zu zwei Stunden dauert der Schnelltest.

 

[Statement]

MRSA-Infektionen gehen nämlich nicht nur mit erhöhter Erkrankungsschwere, aber auch mit erhöhtem Leid der Patienten einher und natürlich Erhöhung der Verweildauer und der Behandlungskosten. Um die Patientensicherheit zu erhöhen, haben wir eine neue, modifizierte Strategie konzipiert mit dem Ziel, die Anzahl der MRSA-Infektionen substanziell und kostenoptimiert zu senken.

[Gabriele Kantor, Leiterin Hygienemanagement, Evangelisches Krankenhaus Mülheim/Ruhr]

 

 

Schon bei der Aufnahme fragt das Evangelische Krankenhaus alle Patientinnen und Patientenen nach bestimmten Risikofaktoren. Ein Klinikaufenthalt in den zurückliegenden Monaten, vor kurzem eine Behandlung mit Antibiotika: Mit diesem Profil gehört zum Beispiel Helga Meyer zur Risikogruppe. Bis ein Laborergebnis vorliegt, kommt sie in Quarantäne. Und das bleibt auch so, wenn tatsächlich MRSA-Erreger gefunden werden. So wie dieser Patient auf der Intensivstation – erhalten alle Keimträger sogenannte "Sanierungsmaßnahmen" bis keine resistenten Erreger mehr nachweisbar sind. Bei geplanten Operationen findet eine notwendige Sanierung bereits vor der Aufnahme ins Krankenhaus statt.

 

[Statement]

Wir suchen ganz gezielt nach den Keimen, um die dann eben auch zu vernichten. Und diese Maßnahmen haben doch einen großen Erfolg gezeigt, nachdem wir sie hier umgesetzt haben. Unsere Infektionsquote ist um 80 Prozent gesunken.

[Dr. med. Hans-Georg Knoob, Hygienebeauftragter Arzt, Evangelisches Krankenhaus Mülheim/Ruhr]

 

Die Senkung der MRSA-Rate erspart der Klinik hohe Behandlungskosten. Für das Krankenhauspersonal bedeutet die rasche Identifizierung von Keimträgern ein Höchstmaß an Sicherheit. Strenge Regeln gelten in allen Abteilungen für den Einsatz von Antibiotika. Durch die gezielte Anwendung der Medikamente soll die weitere Entstehung und Verbreitung multiresistenter Keime möglichst verhindert werden.

 

[Statement]

Früher galt die Methode „viel hilft viel“. Das heißt, Breitband-Antibiotika wurden vielfach auch gegen banale Infektionen eingesetzt. Aber: Dabei wurde die Resistenzentwicklung außer Acht gelassen. Seit wir uns mit dem Thema intensiv beschäftigt haben, haben wir die Strategie geändert. Statt Breitband-Antibiotika einzusetzen, richten wir unsere antibiotische Therapie heute gezielt nach Resistenztestung gegen die gefundenen Keime.

[Prof. Dr. med. Heinz-Jochen Gassel, Ärztlicher Direktor, Eangelisches Krankenhaus Mülheim/Ruhr]

 

Bei den Patientinnen und Patienten haben sich die wirksamen Maßnahmen gegen MRSA-Infektionen herumgesprochen. Der Aufwand am Ev. Krankenhaus Mülheim hat sich also gelohnt, denn größere Patientensicherheit geht einher mit einem Imagegewinn für die Klinik.

 

[Abspann]

Ein Film im Rahmen der Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

Im Auftrag vom

Ministerium für Gesundheit,

Emanzipation, Pflege und Alter

des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Produktion:

filmzeit medien gmbh, Bielefeld

Produktionsleitung: Theo Knepper

Kamera: Marek Lück

Schnitt: Oliver Drüke

Marek Lück

 

Redaktion:

Dr. Regine Kämmerer

Jürgen Schiffer

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,

Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

© MGEPA NRW, Düsseldorf 2012

Gesundheitspreis - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2012

www.gesundheitspreis.nrw.de

3. Preis: Das Projekt der Städtischen Kliniken Neuss "Hand in Hand - Ein Schulungsfilm von Auszubildenden" zur Verbesserung der Händehygiene im Krankenhausalltag

Sie benötigen Javascript und Flash, um das Video zu sehen.
Ohne Javascript bzw. Flash Plugin können Sie den nebenstehenden Link zum Herunterladen des Videos benutzen.

Video vergrößern

Video herunterladen (MP4, 99,54 MB)

Videotranskription einblenden Videotranskription ausblenden

Videotranskription:

 

Gesundheitspreis 2012 - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

3. Preis: Hand in Hand – Ein Schulungsfilm von Auszubildenden Städtische Kliniken Neuss - Lukaskrankenhaus

 

Da haben die jungen Filmemacher einfach mal zum Farbkasten gegriffen und Keime sichtbar gemacht. In Windeseile verwandelt sich ein ganzes Krankenzimmer vor der Filmkamera in ein Bakterienmeer. Irgendwie muss man den Leuten ja klar machen, was passiert, wenn man es im Krankenhaus mit der Hygiene – sagen wir mal – nicht ganz so genau nimmt.

 

[Filmausschnitt]

Anschaulich, witzig, drastisch.

 

Die KrankenpflegeSchülerinnen und Schüler der Rheinkreis Neuss Kliniken und des Lukaskrankenhauses haben genau den richtigen Einstieg für ihren Lehrfilm gefunden. Ein Film zum Thema – Händedesinfektion. Ein Thema also, dass vielen Akteuren im Krankenhaus offensichtlich nicht wirklich auf den Nägel brennt.

 

[Filmszene]

 

Da haben die Schülerinnen und Schüler wohl eine Art Semmelweis-Effekt entdeckt: Ignaz Semmelweis fand im 19. Jahrhundert heraus, dass Ärzte mit einfachem Händewaschen die tödlichen Infektionen von Wöchnerinnen mit Kindbettfieber verringern konnten. Seine Berufskollegen aber wollten davon einfach nichts wissen.

 

[Statements]

Wir haben einfach gemerkt, dass es nicht so ernst genommen wird wie es sein sollte. Also, dass man aus Zeitdruck schon mal vergisst, die Hände zu desinfizieren oder das bewusst nicht macht, das nicht zu tun, weil man schneller beim Patienten ist oder von einem Patienten im Zimmer zum nächsten geht, bevor man erst mal nach vorne zum Desinfektionsspender läuft.

[Jessica Dlugosch, Krankenpflegeschülerin]

 

Ich hab’s jetzt gesehen, wo im Krankenhausalltag, wo das Pflegepersonal, was einen eigentlich anleiten soll im Stress sich vergisst gerade bei nem infizierten Patienten die Hände zu desinfizieren und dann da in’n anderes Zimmer reingeht und halt den Keim mitträgt. Das fanden wir halt selber sehr schockierend. Und dadurch ist das Projekt dann ins Laufen gekommen.

[Sabrina Schulz, Krankenpflegeschülerin]

 

Also zeigen die Azubis wie es richtig geht. Mit spritzigen Bildideen setzen sie die wohl dosierten Lehrpassagen gekonnt in Szene.

 

[Filmszene]

 

Ganz ohne „erhoben Zeigefinger“ entstand ein innovativer Lehrfilm – nicht nur für heranwachsende Fachkräfte:

 

[Statements]

Allein dass der Film gedreht wurde, hat bei uns intern ganz viel Positives ausgelöst und ganz viel Diskussionsbedarf intern zwischen den Abteilungen und den Mitarbeitern ausgelöst. Wir haben den Film gezeigt bei den Chefärzten, in leitenden Gremien. Und allein dadurch ist dieses Thema, was erfrischend anders aufbereitet wurde, bei uns im Stationsalltag eingekehrt.

[Andrea Albrecht, Pflegedienstleiterin, Lukaskrankenhaus Neuss]

 

Wir haben den Film jetzt in den Kursen präsentiert. Es ist sehr anschaulich, die Schüler finden es ausgesprochen witzig. Sie haben auch auf Feinheiten geachtet, das heißt auch das Fachliche wurde mit beachtet.

[Birgit Reißmann, Lehrerin, Krankenpflegeschule Neuss]

 

Ich find der Film ist so toll geworden, dass man unbedingt auch den noch weiter verbreiten sollte, dass, neue Mitarbeiter werden bei uns damit angeleitet. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass in anderen Krankenpflegeschulen die Film künftig eingesetzt ist.

[Andrea Albrecht, Pflegedienstleiterin, Lukaskrankenhaus Neuss ]

 

Das muss kein frommer Wunsch bleiben. (Pause)

Der Film geht alle an, die in Krankenhäusern mit und am Patienten arbeiten. (Pause)

Nachdenken über Hygiene leicht gemacht – durch die KrankenpflegeSchülerinnen und Schüler in Neuss.

 

[Abspann]

Ein Film im Rahmen der Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

Im Auftrag vom

Ministerium für Gesundheit,

Emanzipation, Pflege und Alter

des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Produktion:

filmzeit medien gmbh, Bielefeld

Produktionsleitung: Theo Knepper

Kamera: Marek Lück

Schnitt: Oliver Drüke

Marek Lück

 

Redaktion:

Dr. Regine Kämmerer

Jürgen Schiffer

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,

Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

© MGEPA NRW, Düsseldorf 2012

Gesundheitspreis - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2012

www.gesundheitspreis.nrw.de

 

Sonderpreis: Das Projekt "Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein" des Centrums für integrierte Diabetestherapie Köln

Sie benötigen Javascript und Flash, um das Video zu sehen.
Ohne Javascript bzw. Flash Plugin können Sie den nebenstehenden Link zum Herunterladen des Videos benutzen.

Video vergrößern

Video herunterladen (MP4, 103,5 MB)

Videotranskription einblenden Videotranskription ausblenden

Videotranskription:

 

Gesundheitspreis 2012 - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

Sonderpreis: Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein

 

Eine tiefe Wunde an der Fußsohle, außen wurde der Fuß schon schwarz: Als Rüdiger Laskowsky das erste Mal in die Diabetische Fußambulanz kam, sah es schlimm aus. Sein damaliger Arzt hatte eine kleine Verletzung unterschätzt – und das Problem dann nicht mehr in den Griff bekommen. Als eine Amputation drohte, wandte sich der Patient an das Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein.

 

[Statement]

Viele Diabetiker entwickeln eine Nervenstörung, die dazu führt, dass sie kleine Verletzungen nicht richtig wahrnehmen. Zudem haben viele auch noch Durchblutungsstörungen, die dazu führt, dass die Verletzung nicht richtig heilt. Das Hauptproblem in der Verletzung ist die bakterielle Infektion. Und wenn die nicht rechtzeitig in den Griff zu bekommen ist, schreitet eine Gewebszerstörung fort. Und die kann wiederum zum Teil nur durch Amputation behandelt werden.

[Dr. Matthias Kaltheuner, Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein]

 

Im Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein beurteilen spezialisierte Ärztinnen und Ärzte diabetische Wunden. Bei Rüdiger Laskowsky war rasch klar, dass das geschädigte Gewebe und zwei Zehen entfernt werden müssen. Eine begrenzte Amputation also. Der Fuß aber, der konnte gerettet werden:

 

[Statement]

Das Hauptziel in unserm Fußnetz ist es, die Gehfähigkeit der Patienten zu erhalten, Amputationen zu vermeiden und letztendlich auch Todesfälle zu vermeiden. Dafür ist es notwendig, dass sich alle Behandler mit dem Fußsyndrom gut auskennen, aber nicht nur das: Sie müssen auch gut zusammenarbeiten. (Diese Zusammenarbeit zu organisieren, dafür braucht man eben so ein Fußnetz. Und in dieser guten Zusammenarbeit kann man tatsächlich viele Amputationen vermeinden.)

[Dr. Matthias Kaltheuner, Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein]

 

Im Rheinland gibt es fünf regionale Spezialisten-Netzwerke

  • in der Region Niederrhein/Ruhr
  • in Essen
  • im Raum Düsseldorf
  • in der Euregio um Aachen
  • und im Großraum Köln

Im jedem dieser Netzwerke arbeiten Diabetologinnen und Diabetologen als ambulante Hauptbehandler.

In den Netzwerkkliniken versorgen Internisten, Fußchirurgen und Gefäßspezialisten diabetische Wunden.

 

Die Wundversorgung erfolgt

  • zu Hause durch einen qualifizierten Pflegedienst.
  • und in der Fußambulanz einer Diabetologischen Schwerpunktpraxis.

Im Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein gibt es über 60 solcher Schwerpunktpraxen.

 

Andere Mitglieder des Netzwerks verhindern, dass neue chronische Wunden entstehen.

  • Dieser Patient zum Beispiel geht regelmäßig zu einer Podologin, zu einer spezialisierten Fußpflegerin also.
  • Und orthopädische Schuhmacher fertigen passendes Schuhwerk.

Oft sind falsche Schuhe Ursache für diabetische Wunden.

 

In Qualitätszirkeln erarbeiten die Beteiligten gemeinsame Standards für die optimale Versorgung diabetischer Wunden. 

 

[Statement]

Von den Menschen, die im Moment in Deutschland leben, wird 1 Millionen einen diabetischen Fuß erleiden. Und von denen werden sehr viele amputiert.) Allein in Nordrhein werden im Jahr tauschend mal bei Menschen Beine abgeschnitten. Das heißt: Nicht nur Teile des Fußes, sondern ein ganzes Bein. Was viel bedeutet, weil die meisten eben hinterher nicht mehr gehen können, nicht mehr selbstständig gehen können und im Altenheim landen. Das kann man zum großen Teil vermeiden, indem man qualitätssichernde Maßnahmen in Netzwerken umsetzt. Und bei uns konnte die Amputationszahl auf ein Viertel reduziert werden.

[Dr. Dirk Hochlenert, Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein]

 

Und weil Vorbeugen besser als Heilen ist, haben die Qualitätszirkel Vorsorgekonzepte entwickelt. Diese Arbeit im Netzwerk Diabetischer Fuß soll nun in ganz Nordrhein-Westfalen Schule machen.

 

[Statement]

Dass das jetzt wahrgenommen wird, dass man da etwas ändern kann, das ist ne große Chance. Und ich hoffe, dass dieser Weg noch weiter geht.

[Dr. Dirk Hochlenert, Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein]

 

[Abspann]

Ein Film im Rahmen der Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen

 

Im Auftrag vom

Ministerium für Gesundheit,

Emanzipation, Pflege und Alter

des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Produktion:

filmzeit medien gmbh, Bielefeld

Produktionsleitung: Theo Knepper

Kamera: Marek Lück

Schnitt: Oliver Drüke

Marek Lück

 

Redaktion:

Dr. Regine Kämmerer

Jürgen Schiffer

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation,

Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

© MGEPA NRW, Düsseldorf 2012

Gesundheitspreis - Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2012

www.gesundheitspreis.nrw.de


MGEPA im Überblick


© MGEPA Nordrhein-Westfalen