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Pressemitteilung

05.09.2014 | Gesundheit: Ministerin Steffens: Griechische Ärztinnen und Ärzte können mit ihrem eigenen Wissen unser Gesundheitssystem bereichern

 

Willkommensveranstaltung in Dortmund

 

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat die Bedeutung des Einsat-zes griechischer Ärztinnen und Ärzte im nordrhein-westfälischen Ge-sundheitswesen gelobt. Auf einer Willkommensveranstaltung für diese im Klinikum Westfalen in Dortmund sagte sie: „Gut ausgebildete griechische Ärztinnen und Ärzte bringen eigenes Fachwissen und Erfahrungen in unser Gesundheitswesen ein und können dazu beitragen, den hohen Standard zu erweitern.“ Eine älter werdende Gesellschaft ziehe Veränderungen in der Gesundheitsversorgung nach sich. „Zukünftig wird eine vertrauensvolle, sektorenübergreifende und multiprofessionelle Zusammenarbeit aller im Gesundheitswesen tätigen Fachkräfte immer bedeutsamer“, so die Ministerin weiter.

 

Von den knapp 9.400 ausländischen Ärztinnen und Ärzten in Nordrhein-Westfalen stammt die größte Gruppe aus Griechenland (1.125 Personen oder 12,1 Prozent). Die Ministerin wünschte ihnen allen „Zufriedenheit im Beruf und dass Sie sich auch privat wohl fühlen in Nordrhein-Westfalen“.

 

Gemeinsam mit den nordrhein-westfälischen Ärztekammern und der Krankenhausgesellschaft NRW hatte das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen tätige griechischen Ärztinnen und Ärzte zu dem Treffen eingeladen.

 

Deutschland braucht den Zuzug von Fachkräften vor allem auch im Gesundheitswesen. Dabei ist Nordrhein-Westfalen wie kein anderes Bundesland bereits in der Vergangenheit von Zuwanderung geprägt worden. Auf Bitten der Ärztekammer in Thessaloniki unterstützt Nordrhein-Westfalen seit 2012 junge Ärztinnen und Ärzte aus Griechenland, die ihre Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt an einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen absolvieren möchten. In Griechenland finden aufgrund der hohen Anzahl von Ärztinnen und Ärzten viele junge Medizinerinnen und Mediziner keine Beschäftigung. „Diese Partnerschaft ist eindeutig ein Gewinn für beide Länder“, betonte die Ministerin. Bei solchen Kooperationen sei Grundvoraussetzung, dass beide Seiten davon profitieren. „Sie dürfen nicht zulasten anderer Länder gehen“, unterstrich Steffens.

 

Die Besonderheit des Kooperationsprojekts zwischen Nordrhein-Westfalen und der griechischen Ärztekammer liegt auch darin, dass Ärztinnen und Ärzte, die sich für eine Weiterbildung in NRW interessieren, bereits vor Ort in Griechenland qualifiziert über ihre Chancen und Möglichkeiten einer Tätigkeit in Nordrhein-Westfalen beraten werden.  Sie können auch bereits in ihrem Heimatland einen mehrmonatigen Deutschkurs absolvieren, der anschließend in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt wird, während die Ärztinnen und Ärzte aus Griechenland an einem Krankenhaus in NRW zunächst hospitieren.

 

Das Treffen in Dortmund sollte dazu dienen, die traditionell guten Be-ziehungen mit Griechenland weiter mit Leben zu füllen, und den Anstoß für die Bildung von Netzwerken für einen wechselseitigen Austausch zu geben.

 

Hintergrund:

Gemeldete ausländische Ärztinnen und Ärzte in NRW nach Staatsan-gehörigkeit (Stand: 31.12.2013): Griechenland: 1.125; Rumänien: 802; Syrien: 450; Iran: 443; Russland: 427; Niederlande: 400; Polen: 399; Türkei: 385; Österreich: 351; Bulgarien: 300; Libyen: 282; Ungarn: 248; Italien: 223; Jordanien: 218; Ukraine: 210; Belgien: 161; Ägypten: 160; Spanien: 141; Slowakei: 113; Zypern: 90.

 


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