Medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen
Wohnungslose Menschen sind aufgrund der Lebensumstände besonderen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Sie leiden häufiger an Mehrfacherkrankungen, ihr Krankheitsverlauf ist oft schwerer, und selbst bei geringfügigen Erkrankungen dauert die Genesung meist länger. Dies liegt auch daran, dass viele Obdachlose erst eine hohe Hemmschwelle überwinden müssen, bevor sie das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen.
Deshalb gibt es in vielen Städten Angebote, die auf die besonderen Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind und die eine frühzeitige Erst- und Akutversorgung sicherstellen - und zwar da, wo sich die Menschen aufhalten ("aufsuchende Hilfe"). Im Rahmen eines bisher bundesweit einmaligen Finanzierungskonzeptes werden in Nordrhein-Westfalen die Kosten für entsprechende Hilfsangebote von den Gesetzlichen Krankenkassen, den Kassenärztlichen Vereinigungen Nordhrein und Westfalen-Lippe und den jeweiligen Städten bzw. Kreisen gemeinschaftlich getragen.
Projekte auf Basis des Umsetzungskonzeptes