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Sucht

Aktionsplan gegen Sucht NRW

Broschüre Aktionsplan gegen Sucht NRW

Landeskonzept gegen Sucht NRW

Bild Link Landeskonzept Sucht

Landesinitiative "Sucht hat immer eine Geschichte"

Landesinitiative "Sucht hat immer eine Geschichte"

Landesstelle Sucht NRW

Logo der Landesstelle Sucht NRW

Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW - BELLA DONNA

Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW - BELLA DONNA

ginko Stiftung für Prävention

Logo der ginko Stiftung

Nottelefon-Sucht - Die blaue Nummer in Nordrhein-Westfalen

externer Link zu www.nottelefon-sucht.de

FAS - Fachausschuss Suchtselbsthilfe Nordrhein-Westfalen

Logo vom FAS - Fachausschuss Suchtselbsthilfe Nordrhein-Westfalen

Gesundheit NRW - Das Landesgesundheitsportal

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In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als vier Millionen Suchtkranke. Sie sind vor allem abhängig von Alkohol, Tabak oder Medikamenten. Weniger als ein Prozent der Suchtkranken sind von illegalen Drogen abhängig. "Sucht hat immer eine Geschichte!" – an diesem Leitsatz orientiert sich die Sucht- und Drogenpolitik des Landes. Diese Geschichte fängt nicht mit der ersten Einnahme einer süchtig machenden Substanz an und hört nicht mit deren Absetzen oder Ersetzen auf.

In der Vorbeugung liegt der Schwerpunkt der Arbeit daher auf der Förderung von Eigenverantwortung, Konfliktfähigkeit und sozialer Kompetenz. Die Hilfsangebote sind in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe angelegt – von der Gesundheits- und Überlebenshilfe bis zu Maßnahmen zur beruflichen und sozialen Integration.

 

Landeskonzept und Aktionsplan gegen Sucht

Sucht ist eine chronische Krankheit mit gravierenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Suchtkranken selbst und deren unmittelbares Umfeld. Sucht hat in der Regel auch eine lange und individuelle Geschichte. Auf Grund der vielfältigen Faktoren, die Entstehung und Verlauf einer Abhängigkeitserkrankung bestimmen, bedarf es ebenso differenzierter Ansätze zur Prävention und Hilfe. Sucht hat nicht zuletzt auch eine gesamtgesellschaftliche Dimension; ein Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte ist deshalb unverzichtbar.

Das gemeinsam mit allen im Suchtbereich verantwortlichen Akteurinnen und Akteuren erstellte Landeskonzept gegen Sucht beschreibt Grundsätze und Handlungsrahmen für die Weiterentwicklung von Suchtprävention und Suchthilfe in Nordrhein-Westfalen. Vordringliche Handlungsbedarfe und Empfehlungen zur Umsetzung sind in einem ebenfalls von allen maßgeblichen Verantwortungsträgerinnen und -trägern entwickelten Aktionsplan gegen Sucht festgeschrieben.

 

Im Sinne einer Neuausrichtung der Sucht- und Drogenpolitik wird der Fokus stärker als bislang auf Maßnahmen der Prävention und Hilfe gelegt, die sich an den speziellen Bedürfnissen und konkreten Problemlagen der betroffenen Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswelt orientieren. Neben der Förderung von hilfesystemübergreifenden Strukturentwicklungs- und Vernetzungsprozessen ist die Stärkung der Suchtselbsthilfe ein besonderes Anliegen.

Eine vordringliche Aufgabe ist die Sicherstellung einer gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe suchtkranker Menschen am gesellschaftlichen Leben. Damit wird nicht nur den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung getragen, sondern zugleich ein wichtiger Beitrag gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung der betroffenen Menschen in allen Lebensbereichen geleistet.

Zum Landeskonzept gegen Sucht

Zum Aktionsplan gegen Sucht

Landesförderung im Rahmen des Aktionsplans (über die Landesstelle Sucht NRW)

 

 

Gezielte Suchtprävention

Die Suchtprävention in Nordrhein-Westfalen setzt beim Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsverhalten der Bevölkerung an und ist auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Suchtmitteln ausgerichtet. Sie zielt auf eine Stärkung der Persönlichkeit durch die

  • Förderung von Eigenverantwortung,
  • Konfliktfähigkeit und
  • sozialer Kompetenz.

GINKO, die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung, befasst sich gezielt mit der Verbesserung und Weiterentwicklung der Suchtprävention in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus wird die Präventionsarbeit der örtlichen Sucht- und Drogenberatungsstellen durch Prophylaxefachkräfte unterstützt.

ginko Stiftung für Prävention

 

 

"Sucht hat immer eine Geschichte"

Die örtlichen Präventionsmaßnahmen werden durch die mit Landesmitteln geförderte Kampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" begleitet. Im Rahmen der Kampagne werden Sucht-Aktionswochen durchgeführt. In einer Vielzahl von Einzelveranstaltungen werden die unterschiedlichen Aspekte der Sucht den jeweiligen Zielgruppen – zum Beispiel Info-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und deren Bezugspersonen – nahe gebracht.

Landesinitiative "Sucht hat immer eine Geschichte"

 

 

Vernetzte Hilfsangebote

Die Hilfen für Suchtgefährdete und Suchtkranke umfassen neben den Maßnahmen zur Beratung, Betreuung und Behandlung auch die berufliche und soziale Integration. Oberstes Ziel der Hilfen ist die Abstinenz.

Dieses Ziel ist häufig jedoch nicht unmittelbar, sondern nur in Schritten erreichbar. Erste Ansprechpartner bei Suchtproblemen sind die Sucht- und Drogenberatungsstellen, durch die auch in andere weiterführende Hilfen vermittelt werden kann.

Die verschiedenen Hilfeangebote müssen individuell angepasst und flexibel sein sowie zum frühest möglichen Zeitpunkt ansetzen. Um bei jeder Problemlage einen geeigneten Zugang zu den notwendigen Suchthilfeangeboten zu gewährleisten, müssen die Hilfen ferner ausreichend differenziert und zugleich miteinander vernetzt sein.

Nordrhein-Westfalen verfügt daher über ein differenziertes und qualifiziertes Netz von Hilfeangeboten. Dazu gehören:

  • Sucht- und Drogenberatungsstellen
  • Einrichtungen zur Behandlung (Landschaftsverbände LVR und LWL)
  • Niedrigschwellige Angebote (beispielsweise Straßensozialarbeit, Kontaktläden, Notschlafstellen)
  • Substitutionsgestützte Behandlungsangebote
  • Drogentherapeutische Ambulanzen
  • Drogenkonsumräume
  • Nachsorgemaßnahmen (Landschaftsverbände LVR und LWL)
  • Anerkannte Einrichtungen zur Behandlung betäubungsmittelabhängiger Straftäter Übersicht
  • Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft
  • Maßnahmen zu „Gender und Sucht"
  • Sucht-Selbsthilfe

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