Gesundheitsziele stehen für mehr Partizipation, Effizienz und Effektivität, Evidenzbasierung und Qualität, Langfristigkeit des Handelns und Chancengerechtigkeit. Sie sind ein ergänzendes Steuerungsinstrument der Gesundheitspolitik im Rahmen von Public-Health-Ansätzen, in deren Mittelpunkt als übergeordnetes Ziel die Gesundheit der Bevölkerung steht. Nordrhein-Westfalen hat sich die nationalen Gesundheitsziele zu eigen gemacht und setzt diese mit den Institutionen und Organsiationen des Gesundheitswesens um.
Bundesweite Gesundheitsziele
Nationale Gesundheitsziele
- Diabetes
- Brustkrebs
- Tabakkonsum
- Gesund aufwachsen
- Patient(inn)ensouveränität
- Depressive Erkrankungen
- Gesund älter werden
Kriterien für die Auswahl
Die Auswahl der Gesundheitsziele, ihrer Teilziele und Strategien erfolgte unter Berücksichtigung gesundheitspolitisch relevanter Kriterien. Dabei handelt es sich insbesondere um folgende Punkte:
- Das zugrunde liegende Problem verursacht hohe Mortalität und Krankheitslast.
- Das zugrunde liegende Problem ist weit verbreitet.
- Das zugrunde liegende Problem verursacht hohe direkte Kosten.
- Es gibt Instrumente und Verfahren und damit gute Chancen zur Verbesserung des zugrunde liegenden Problems.
- Es gibt Akteure, mit denen das Gesundheitsziel umgesetzt werden kann.
- Das Problem ist wichtig für Bevölkerung und Politik.
- Es bestehen gute Möglichkeiten zur Verbesserung gesundheitlicher Ungleichheit.
- Fortschritte können gemessen werden.
- Bürger(innen) und Patient(innen) können aktiv zur Umsetzung des Gesundheitsziels beitragen.
- Es liegen keine ethischen Bedenken gegen das Gesundheitsziel vor
Wichtige Querschnittsthemen
Die Gesundheitsziele können immer nur beispielhaft Schwerpunkte setzen. Daher ist es wichtig, Querschnittsthemen bei allen ausgewählten Zielen mit zu berücksichtigen. Folgende Querschnittsthemen sollen bei der Konkretisierung und Umsetzung berücksichtigt werden:
- Bürger- und Patientenorientierung.
- Chancengleichheit einschließlich der Berücksichtigung der Situation von Migrantinnen und Migranten.
- Evidenzbasierung.
- Gender Mainstreaming.
- Kinder- und Jugendgesundheit.
- Menschen mit Behinderungen.
- Prävention.
- Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement.
- Sektorale Verzahnung und Integration.
- Stärkung der Selbsthilfe