Prostitution ist kein Beruf wie jeder andere. Wer ihn aber ausüben will, soll dies nach Auffassung der Landesregierung unter rechtsstaatlichen und menschenwürdigen Bedingungen tun können. Prostituierte sollen nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt und stigmatisiert sein, denn so laufen sie Gefahr, Opfer von Ausbeutung, Gewalt und sexuellem Missbrauch zu werden. Bisher hat allerdings das Prostitutionsgesetz die rechtliche und soziale Akzeptanz von Prostituierten nur teilweise erreicht.
Um in Nordrhein-Westfalen für weibliche und männliche Prostituierte zu einer Verbesserung der Situation zu kommen und Prostitution aus der gesellschaftlichen Grauzone heraus zu holen, hat die Landesregierung Anfang 2011 einen Runden Tisch Prostitution eingerichtet. An ihm sitzen Vertretungen verschiedener
- Landesministerien,
- kommunaler Spitzenverbände,
- Beratungsstellen und
- Prostituierte.
Gemeinsam will das Gremium ein Handlungskonzept für notwendige landesrechtliche Anpassungen erarbeiten und dabei auch den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs weiter voranbringen. In einem Zwischenbericht vom Juli 2011 sind die bisherigen Ergebnisse dokumentiert.
Zwischenbericht
Als erstes Ergebnis hat sich der Runde Tisch Prostitution einvernehmlich auf ein Grundlagenpapier verständigt, auf dessen Basis nunmehr Empfehlungen für einzelne Bereiche entwickelt werden.
Grundlagenpapier